• Verein ohne Grenzen

Wo wir stehen #1

Seit 2016 verbinden wir Menschen mit Sport in und um Rüti ZH. Höchste Zeit also, die 11 häufigsten Fragen zu beantworten.


Erstveröffentlichung: 03.10.2018



Von Beginn an versuchen wir uns immer wieder neu zu erfinden, probieren neue Dinge aus, welche manchmal glücken oder auch scheitern. Als Teil der Familie sollt ihr wissen, was uns beschäftigt, welche Schritte wir gemeinsam anstreben und auch mitentscheiden können. Immer wieder tauchen Fragen zu unserer Story auf, die wir nachfolgend in einem FAQ beantworten wollen.


1. Was ist "Sport ohne Grenzen"? 

“Sport ohne Grenzen” ist dein Sport-Treffpunkt ohne Vereinsmitgliedschaft. Regelmässig machen wir gemeinsam Sport, egal ob draussen Beach-Volleyball, Fussball, Tischtennis oder in der Halle Völk, Smolball, Unihockey - für alle ist etwas dabei. “Sport ohne Grenzen” ist kostenlos und unverbindlich - komm also ganz spontan vorbei!


2. Und weshalb?

Ganz einfach gesagt: Weil es uns Spass macht und Menschen verbindet! Denn was einst als Integrationsprojekt begonnen hatte, ist heute weit mehr. So eignet sich Sport hervorragend um Brücken zwischen den Kulturen zu bauen, denn er spricht beinahe jeden an und lässt sich, unabhängig von individuellen Sprachkenntnissen, gemeinsam ausleben. “Sport ohne Grenzen” ist aber auch ein unverpflichtender Treffpunkt, der in einer zunehmend anonymeren Gesellschaft Gemeinschaft bildet.


3. Wo finde ich "Sport ohne Grenzen"? 

Gegründet wurde “Sport ohne Grenzen” in Rüti ZH. Mittlerweile findest du es auch als eigenständiges Projekt in Rapperswil-Jona SG. Für die genauen Standorte und Daten empfehlen wir dir einen Blick auf unsere Flyer oder den aktuellen Angaben auf Facebook zu folgen.


4. Wie viele Personen nehmen jeweils teil?

Je nach Wetter und Saison sind wir zwischen 20 - 40 Personen. Bei den aktuellen Gruppenbildern kannst du dir einen guten Einblick verschaffen.


5. Und wie ist das eigentlich entstanden?

Frühling 2016: Zwei junge Erwachsene sitzen am “Runden Tisch” mit lokalen Behörden- und Kirchenvertretern und suchen nach Möglichkeiten sich mit einem lokalen Projekt für die zunehmende Anzahl Flüchtlingen zu engagieren. Es wird diskutiert wie Integration gelingt und welche Rolle der Sport dabei spielen kann. Noch am selben Abend wird spontan beschlossen, dass die beiden jungen Erwachsenen (Rafi und Alex) mit den katholischen und reformieren Landeskirchen als Stütze im Hintergrund ein Angebot initiieren.

Von Beginn weg traten wir dabei als “Sport ohne Grenzen” auf als Teil des neu gegründeten “Pedalo-Projekts”. Neben dem Sportangebot organisierten sich darin die Deutschkurse und das Café International. Den ersten sportlichen Samstagnachmittagen stand somit nichts mehr im Weg.


6.  Was hat sich seitdem alles verändert?

Wie in der Einleitung beschrieben, versuchen wir unser Projekt stetig weiterzuentwickeln, allerdings bleiben wir dabei unserer Kernidee treu. Neben den immer noch stattfindenden Sport-Nachmittagen, ist in den letzten Monaten vieles im Hintergrund passiert. Zusammengefasst sind dies die folgenden Ereignisse:

  • Innovationspreis: Im Januar 2018 hat das Projekt “Sport ohne Grenzen” den mit 10’000 Franken dotierten Innovationspreis der Gemeinde Rüti zugesprochen bekommen. Für uns Ehre und Vepflichtung zugleich.

  • Verein ohne Grenzen: Um den Gewinn des Innovationspreis längerfristig zu verwalten, lösten wir uns vom “Pedalo-Projekt” und wurden eigenständig. So wurde “Sport ohne Grenzen” Teil des neu gegründeten “Verein ohne Grenzen”. Damit wurden wir unteranderem bei der Organisation, der Bezahlung von Hallenmieten oder Belangen mit der Gemeinde deutlich flexibler.

  • Sport ohne Grenzen - Rapperswil-Jona: Mit Freunde vernahmen wir, dass es noch mehr Personen gibt, die das Projekt in ähnlicher Form initiieren möchten. Konkret wurde es, als wir Katja aus Jona zum Kaffee trafen und wir uns über unsere Erfahrungen aus Rüti austauschten. Seit einigen Monaten findet nun ein eigenständiges “Sport ohne Grenzen” in Jona SG statt.


7. Was waren dabei die grössten Schwierigkeiten?

Von Beginn an kämpften wir mit der Suche nach verfügbaren Sporthallen, besonders im Winter. Mit viel guten Willen seitens der Berufsschule Rüti klappte es glücklicherweise bis anhin immer eine Halle zu finden, wenn auch nicht längerfristig abgesichert. Wir befinden uns dabei im Zwist: Einerseits wollen wir den lokalen Sportvereinen nicht die raren Sportplätze und -hallen streitig machen, doch andererseits sind wir insbesondere im Winter darauf angewiesen. Doch Not macht auch erfinderisch: Weil wir gelernt haben, dass ein Sporttreffpunkt nicht zwingend die Infrastruktur einer Sporthalle benötigt, versuchen wir über das restliche Jahr die lokalen Infrastrukturen im Freien zu nutzen. Auch haben wir erkannt, dass der Sport in einer geschlossenen Halle eine Hürde zur Teilnahme darstellen kann, denn es braucht mehr Mut in ein Gebäude einzutreten, als auf einem freien Platz mitzumachen.

Letzteres ist zudem Teil einer weiteren Schwierigkeit, mit welcher wir uns schon von Beginn an beschäftigen: Wie können wir Flüchtlinge integrieren, wenn nur einzelne einheimische Schweizerinnen und Schweizer teilnehmen? Wie lassen sich die eigenen Hemmschwellen überwinden, um mit Fremden in Kontakt zu kommen? Und selbstkritisch gefragt: Weshalb sollte ich mir an einem Samstagnachmittag Zeit nehmen um Sport mit Fremden zu machen?


8. Gab es auch Dinge, die gar nicht funktionierten?

Klar, dass gab und gibt es auch bei uns, aber das lässt sich durchwegs positiv sehen - getreu dem Leitsatz: Nur wer Mut zum Scheitern hat, kommt weiter. Im Grunde genommen ist es zudem kein Scheitern, sondern ein Sammeln von Erfahrungen, denn so weiss man im Nachhinein was oder wie man etwas ändern oder nicht mehr machen würde. Als ein Beispiel dafür gilt das im Jahr 2017 organisierte Sommerfest in der Badi. So haben wir uns dafür entschieden das Sommerfest nicht mehr in dieser Form zu organisieren. Der Aufwand war schlicht zu gross und der erwartete Erfolg, Bekanntheit zu erlangen, neue Teilnehmer zu gewinnen und die entstandenen Kosten zu decken, blieb aus.

Zudem versuchten wir, die lokalen Sport-Vereine näher an unseren Sportreff zu binden, indem wir den Vereinen eine Plattform für die Aktivierung neuer Mitglieder boten und unsere Teilnehmer die Gelegenheit hatten, eine neue Sportart auszuprobieren. Mit den “Floorball Riders” und dem “Frisbee Syndikat ZO” haben wir bis anhin zwei Events durchgeführt und dabei sehr gute Erfahrungen gemacht. Allerdings steht einer Fortsetzung der mit der Organisation verbundene, hohe Zeitaufwand beider Vereine im Weg.


9. Alles klar soweit - aber wer seid ihr eigentlich?

Aktuell organisieren wir den Verein und die Veranstaltungen zu dritt: Alex Denzler und Rafi Strupler von Beginn an, Aron Urban seit Anfang Jahr. Aron ist, wie viele weitere Personen, seit Beginn an bei den Veranstaltungen dabei. Momentan wird angedacht, das Team aufgrund der wachsenden Aufgabenmenge weiter zu vergrössern. Falls du interessiert daran bist, freuen wir uns auf eine Nachricht von dir.


10. Und was passiert jetzt mit den 10'000.- Franken vom Innovationspreis?

Nein, wir sind damit nicht in die Ferien gefahren oder haben es sonst verprasselt. :) Uns ist es wichtig, alle unsere Ausgaben transparent zu halten, weshalb wir uns in einem kommenden Blog-Beitrag detaillierter dazu äussern werden. Vorweg genommen: Fast alles ist noch da, einzig Hallenkosten wurden damit beglichen.


11. Und worauf seid ihr Stolz?

Auf dich, der das hier liest! Denn du bist Teil der “Sport ohne Grenzen”-Familie, ohne die das Projekt und der Verein eine Eintagsfliege geblieben wäre. Auf euch, die regelmässig an den Veranstaltungen teilnehmen oder uns online im Web mit Likes supporten.

Um nur einige Namen zu nennen... Da ist Ruben, der uns durch sein Video einen riesigen Scheinwerfer geschenkt hat; Andrea die uns in der Anfangsphase mit der Begleitung der Flüchtlinge stark unterstützt hat; den Floorball Riders und dem Frisbee Syndikat ZO, für die hervorragende Zusammenarbeit; Peter, der uns bereits seit dem Pedalo-Projekt ideel unterstützt, Christa und Isabel, die uns immer wieder mit Rat und Support zur Seite stehen; Marcel, für den grandiosen Zeitungsartikel im Tagi; Claudia, Edzard, Eva und Thomas, für das hervorragende Engagement und den Support im “Pedalo-Projekt”, Katja, für die Lancierung des Projekts in Rapperswil-Jona; Gezim, für die Taxi-Dienste beim Sommerfest; Michi, für die Integrationsarbeit im Dojo und den unzähligen Teilnehmern , unseren Familien und nicht namentlich erwähnten Freunden. (keine Gewähr auf Vollständigkeit ;) )


Merci!

Für das “Sport ohne Grenzen”-Team, Rafi

Das war eine Auswahl der meist gestellten Fragen rund um “Sport ohne Grenzen”. Gibt’s noch mehr, dass ihr wissen möchtet? Etwas, was ihr uns noch mitteilen wollt? Oder schenkt ihr uns Lob oder Kritik? Ab in die Kommentare damit, wir freuen uns!

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